Sonntag, 3. August 2014

Von gemütlichen Sonntagen mit kleinen Ausnahmen

Wenn ich an Sonntage denke, 
fällt mir immer sofort zart geblümtes 
Porzellangeschirr ein... 



Solches, das nicht in die Spülmaschine darf, 
weil es in einer Zeit verziert wurde, 
in der man noch kein Spülmaschinen-festes 
Geschirr brauchte. 

Manchmal ist es so zart, 
auch was das Material betrifft, 
dass sich die Gerüchte auftaten, es würde zerbrechen, 
wenn man mit dem Teelöffel 
zu sehr auf dem Grund der Tasse herumrührt. 

Aus solchen Tassen schmeckt der 
Morgenkaffee einfach unglaublich. 

Natürlich wird auch hier nicht gerührt, 
denn jedes Stück aus meiner Geschirrsammlung ist einzigartig und einmalig... 

Und sollte das Gerücht stimmen, 
könnte es sein, dass nur noch wenige Quirlrunden fehlen, 
bis der Boden bricht. 

Zu schönem Sonntagsporzellan 
gehört ein Vater im Morgenmantel, 
ein geschniegeltes Bübchen 
und eine Mutter mit tadellosem Teint, frisch gemachten Haaren und einer cremefarbenen gerüschten  Baumwollschürze über ihrem Sonntagskleid. 

Mmmmh... Neeeeeeeeeee... 
Das geht auch anders.  ;) 
Gemütliche Sonntage darf man in Lümmelklamotten beginnen... 
Der glamouröse Frühstückstisch verlangt in unserem Haus nicht nach gebügelter Kleidung.
Manchmal muss er sich sogar noch mit Pyjamas arrangieren, weil wir auch an Sonntagen manchmal schon halb sieben putzmunter sind... 

Was soll's...? 

So ist der Tag länger und man schafft mehr. 
Und vor allem kann man die unbeliebten Aufgaben 
(die Ausnahmen von der Gemütlichkeit) 
bereits erledigen, 
bevor bei den lieben Nachbarn das Rollo nach oben gezogen und die Fenster geöffnet werden, damit der neue Tag auch in ihr Haus einkehren kann. 

Die Wäscheberge wären ohne diese Bonuszeit sonst manchmal nur schwer zu bewältigen. 
Eigentlich mag ich es auch überhaupt nicht, 
Kleidung für eine ganze Woche vorzubügeln. 
Aber jeden Abend das Bügeleisen herauszuholen ist keine Alternative... 
Und somit mache ich genau DAS an jedem geliebten Sonntag.



An Sonntagen kann man aber auch 
wunderbar Rezepte ausprobieren, 
denn mindestens genauso gemütlich 
wie das Sonntags-Frühstück, 
ist der Sonntags-Kaffee am Nachmittag. 

Es ist traumhaft, wenn man die Frage 
"Was gibt es zum Kaffee?" mit Selbstgebackenem beantworten kann. 
In diesem Zusammenhang bin ich gestern auf ein tolles Rezept gestoßen. 



 Vanille-Whoopies mit Marshmallow-Creme-Füllung. 





Es stammt aus der Fernsehbacksendung "Sweet and Easy - Enie backt"  und so sah das bei mir aus... 

Schokoladenteig für die Whoopies anrühren 
(lassen von der Küchenmaschine) 
und den Teig bewundern...



Whoopie-Kleckse auf's Blech bringen und backen... 


Die fertigen Whoopies durften sich auf meinem neuen tollen Küchenwagen ausruhen und abkühlen. 



Küchenwagen nochmal im Ganzen zum Mitfreuen:


Nach dem Abkühlen mit der Creme bestreichen und wieder bewundern.





Danach haben die kleinen Köstlichkeiten
noch ein Stündchen in unserem Kühlschrank verbracht...

Ich kann euch sagen, sie schmecken einfach großartig.

Ich hab leider nur einen halben geschafft,
aber wir hatten uns mit samt der Whoopies einfach spontan bei den Nachbarn eingeladen und somit die Tagesabläufe auch wieder auf "Gleichstand" gebracht. ;)

Herrlich.


Wer jetzt ganz verrückt auf Vanille-Whoopies ist, darf sich hier das Rezept nach Enie abschauen:

Wonderful Vanilla-Whoopies

Zutaten für ca. 12 Stück:
(ich hab nur zehn herausbekommen, wahrscheinlich, weil ich die Kleckse mit einem großen Löffel und nicht mit der Spritztüte portioniert habe)
Whoopies-Zutaten:

100 g Butter
1 Ei (Gr. M)
1 Eigelb (Gr. M)
150 g Zucker
125 g Vanillejoghurt
75 ml Milch
200 g Mehl
80 g Kakaopulver
½ TL Natron
¼ TL Backpulver
Zutaten für Marshmallow-Füllung:

280 g Puderzucker
170 g zimmerwarme Butter
1 kleines Glas Marshmallow Fluff Vanille (213 g)
Außerdem: Backpapier
Vanilla-Whoopies-Zubereitung:

1. Für die Whoopies Butter schmelzen und abkühlen lassen. Ei, Eigelb und Zucker in eine Rührschüssel geben und mit den Schneebesen des Handrührgerätes verrühren, bis die Masse hell und cremig ist. Joghurt und Milch glatt rühren und zu der Zuckermischung geben. Die geschmolzene Butter hinzufügen und alles zu einer glatten Masse verrühren.
2. Kakaopulver, Mehl, Natron und Backpulver mischen, sieben und portionsweise unter den Teig rühren.
3. Zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Teig in einen Spritzbeutel mit Lochtülle oder einen Einmalspritzbeutel geben und Tupfen auf die Bleche spritzen. Zwischen den Häufchen genügend Abstand lassen, da sie beim Backen auseinanderlaufen.
4. Bleche nacheinander im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 200 °C/Umluft: 175 °C/Gas: Stufe 3) 10-12 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf dem Backpapier abkühlen lassen, da die Plätzchen noch weich sind. Dann vorsichtig vom Backpapier lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
5. Für die Füllung Puderzucker sieben. Puderzucker und Butter mit den Schneebesen des Handrührgerätes cremig rühren. Marshmallow Fluff nach und nach hinzu geben. Mindestens 3 Minuten rühren. Füllung ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
6. Creme portionsweise in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen. Creme spiralförmig auf die glatte Seite von 12 Plätzchen spritzen. Übrige 12 Plätzchen als Deckel daraufsetzen und leicht andrücken. Ca. 1 Stunde kalt stellen.
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde
Wartezeit: ca. 2 Stunden
Ps: 

Ich hatte kein Natron im Haus, 
da hab ich einfach ein bisschen mehr Backpulver hinzugegeben. 
Ich hatte nicht das Gefühl, 
dass dem Teig etwas essentielles gefehlt hat. 
Natron ist in den USA auch in jedem Muffinrezept enthalten. Es soll den Teig lockerer machen.


Ich beschließe jetzt unseren Sonntag mit meinem liebsten Ehemann und einem Häkeltuch, das rechtzeitig zum Urlaub am Meer fertig sein soll. 

Habt einen wundervollen Wochenendausklang, ihr Lieben.


Eure Dani

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